Hausmittel statt Medizin – was hilft wirklich?

Hausmittel statt Medizin – was hilft wirklich?

Es kann dir nicht immer gut gehen und auch die gesündesten Menschen haben mal kleine Beschwerden. Das ist nicht immer ein Grund, auch bei Krankheit, in die Apotheke zu laufen und sich pharmazeutische Produkte zu erwerben. Manchmal können auch schon kleine Hausmittel der körpereigenen Genesung behilflich sein können.

Frei nach dem Motto, dass Dinge, die von allein gekommen sind, wieder von alleine gehen oder eine Erkältung zwei wochen dauert und mit Medizin 14 Tage, kann man schon alles auf gesundem Wege beschleunigen. Hier gibt es einige Beispiele mit Begründung:

Zwiebel gegen Ohrenschmerzen

Die Zwiebel gegen Ohrenschmerzen als Hausmittel hat eine lange Tradition. Es ist bekannt, dass die Zwiebel eine entzündungshemmende Wirkung hat. Außerdem wirkt sie gegen das Wachstum von Pilzen, Bakterien und Viren. Das lässt sich durch die ätherischen Öle begründen. Lauchöle und eine spezielle Schwefelbindung Alliin helfen deinem Ohr. Nimm dazu eine alte saubere Socke und schneide die Zwiebel klein, stopfe die gehackte Zwiebel in die Socke und koche alles zusammen auf. Nachdem es auf Hauttemperatur abgekühlt ist kannst du es auf dein Ohr legen und es mit einem Stirnband oder ähnlichem fixieren.

Quarkwickel gegen Gelenkschmerzen

Hast du leichte Entzündungen, Gelenkschmerzen, eine Bronchitis oder Sonnenbrand? Dann hilft dir der Allrounder Quark. Bevor du weiterliest solltest du beachten, dass Menschen mit einer Kuhmilchallergie, auch ohne Verzehr, auf die Gefahr hinauslaufen, dass sich Ekzeme auf der Haut bilden können.

Die Wirkung verdanken wir dem Milcheiweiß Kasein. Es entzieht der Haut die Entzündung und kühlt die Haut. Zellerneuerung kann durch die langsame Proteinzufuhr begünstigt werden. Dafür ist das Kasein ideal geeignet, da es ein langsam aufzubrechendes Protein ist, das Sportler normalerweise über Nacht zur Muskelregeneration zu sich führen.

Streiche dazu einfach ein handvoll dick auf ein Küchenpapier und drücke es direkt auf die Stelle. Du kannst es mit einem Verband, Handtuch oder Küchentuch festbinden und über die Nacht drauf lassen. Bei sehr großflächigen Entzündungen wie dem Sonnenbrand sollte man sich einreiben, eine Stunde wirken lassen und danach abduschen. Der Quark wird über nacht sehr trocken und bröselig, wodurch etwas im Bett landen könnte. Außerdem riecht es am nächsten morgen sehr muffig.

Schwarzer Rettich Hustensaft

Schwarzer Rettich oder Winterrettich schmeckt süßlich scharf, nachdem er zu Hustensaft verarbeitet wurde. Den scharfen Geschmack hat der Hustensaft den Nährstoffen zu verdanken, die antibakteriell und schleimlösend wirkt. Außerdem ist dieser Hustensaft sehr vitaminreich.

Zubereitung des Hustensafts

Nimm einen schwarzen Rettich und öffne ihn, indem du einen “Hut” abschneidest. Entferne etwa ein Drittel des Fruchtfleisches und fülle diese Menge an Kandiszucker und einem Esslöffel Honig auf. Schließe den Rettich wieder mit dem Deckel und stich fünf Löcher in den Boden. Setze den Rettich auf einen Behälter, wie zum Beispiel ein Einmachglas. Nach wenigen Stunden ist das Gemisch zu einem Hustensaft aus dem Rettich gelaufen und kann verzehrt werden. Die Menge reicht für ein bis zwei Tage, je nachdem wie viel Esslöffel du am Tag verzehren möchtest. Normalerweise nimmt man etwa drei Löffel über den Tag verteilt. Den schwarzen Rettich bekommst du gut in einem türkischen Lebensmittelgeschäft. Lagere den Hustensaft im Kühlschrank. (Bilderquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)

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